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Wir wissen heute,daß die Westgriechen Ende des zweiten Jahrtausends v. Chr. tatsächlich gegen die Trojaner in den Krieg zogen.Der Anlass für den langen Krieg zwischen Griechen und Trojanern lag weit in der Vergangenheit.Alles nahm seinen Anfang bei der Hochzeit des Sterblichen Peleus,des Königs von Phthia und der Meeresgöttin Thetis,die die Götter ihm zur Gemahlin bestimmt hatten.Denn auch Peleus hatte eine Reihe von Abenteuer zu bestehen.Schuld daran war die Niedertracht der Astydameia,der Frau seines Feindes Akastos, die aus Zorn über seine Zurückweisung behauptete,Peleus habe sie belästigt. Nach dem er eine Kräfteziehende Jagd aus dem Berg Pelion überstanden hatte und mit Hilfe des Cheiron einem Überfall der Kentauren entkommen war,begleitete Peleus den Jason auf seiner Fahrt und kehrte als König nach Phthia zurück.Als Belohnung für seine Standhaftigkeit sollte er Thetis zur Frau bekommen.Doch die Göttin versuchte immer wieder sich ihm zu entziehen.Dabei machte sie sich die Verwandlungsgabe,die allen Meeresgöttern eigen ist,zu Nutze und nahm abwechselnd die Gestalt des Windes,des Wassers,des Feuers,eines Baumes und verschiedener Tiere an.Schließlich erschien sie Peleus in Gestalt eines Tintenfisches und nahm ihm mit ihrer schwarzen Tinte die Sicht. Doch es gelang ihm,Thetis nicht aus den Augen zu verlieren und sie mußte sich geschlagen geben.Das Paar hatte zahlreiche Kinder,die Thetis beim Versuch,sie unsterblich zu machen,tötete.Als einziger überlebte Achilles,der berühmteste unter den Helden des Trojanischen Krieges.Wie bei der Vermählung von Kadmus und Harmonia, waren auch beim Hochzeitsmahl des sterblichen Peleus und der Göttin Thetis,das auf dem Gipfel des Pelion stattfand,alle Götter geladen und brachten wertvolle Geschenke mit:Eine Lanze aus Eschenholz,eine von Hephaistos geschmiedete Rüstung,die unsterblichen Schlachtrösser Balios und Xanthos.Letztere,einGeschenk des Poseidon,verfügten über die Gabe der Sprache und der Weissagung und wurden im Trojanischen Krieg die Lieblingspferde des Achilles


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Nur Eris, die Göttin der Zwietracht, war nicht eingeladen, kam aber dennoch mit einem perfiden Geschenk. Sie warf nämlich einen goldenen Apfel mit der Aufschrift "Der Schönsten" Drei Göttinnen beanspruchten diesen Titel nun für sich: Hera, Athene und Aphrodite. Der unparteiische Zeus enthielt sich des Urteils und übertrug diese Aufgabe an einen Sterblichen. Der Auserwählte war Paris Alexandros, das jüngste Kind des trojanischen Königs Priamos und seiner Gemahlin Hekabe. Die Mutter hatte vor der Geburt des Sohnes geträumt, sie werde eine Fackel gebähren, die ihre Stadt in Brand setzen würde. Ein Omen dafür, dass der Sohn die Zerstörung Trojas heraufbeschwören würde. Deshalb setzte man ihn am Berg Ida aus, wo er von einer Bärin gesäugt und von Hirten großgezogen wurde. Erst als Erwachsener kehrte Paris nach Troja zurück, wo er an allen Spielen teilnahm, die seine Eltern zur Erinnerung an ihn ausrichteten und aus denen er stets als Sieger hervorging.Das brachte ihm die Anerkennung der Eltern ein, die ihn schließlich auch mit Freuden wieder in der Familie aufnahmen. Eines Tages weilte Paris alsGast des Königs Menelaos, seines Freunds und Gemahls der Helena, in Sparta. Als er mit Helena alleine war, schliefen die beiden miteinander und beschlossen, gemeinsam nach Troja zu fliehen.Nun mußte die Familie des Menelaos die Entführung Helenas rächen. Aber auch alle großen griechischen Könige und Feldherren waren unmittelbar von der Angelegenheit betroffen.Denn als Tyndareos dem Menelaos seine Tochter Helena zur Frau gab, hatte er, dem weisen Rat des Odysseus, des Königs vov Ithaka, folgend, allen Anwesenden den Schwur abgenommen, dass sie die Wahl der Prinzessin akzeptierten und dem künftigen Gemahl in Schwierigkeiten beistehen würden.Nachdem der Versuch, die Sache auf diplomatischem Weg zu lösen, fehlgeschlagen war, entschlossen sich die Griechen zum Feldzug gegen Troja.Die Flotte, der Heroen aus den verschiedensten Städten und Regionen angehörten, wurde unter der Führung des Agamemnon, des Königs von Mykene, im Hafen von Aulis zusammengezogen.Schlechtes Wetter hinderte Griechen lange Zeit daran in See zu stechen. Verantwortlich dafür war Artemis, deren Zorn Agamemnon sich zugezogen hatte, weil er sie bei den Opfern übergangen hatte.Der Seher Kalchas weissagte dem Kommandanten, daß die Flotte erst auslaufen könne, wenn er der Artemis seine schönste Tochter Iphigenie, die mit der Mutter Klytemnestra in der Heimat geblieben war, opferte. Agamemnon willigte ein und ließ die Tochter, wie ihm Odysseus geraten hatte, unter dem Vorwand, sie dem Achilles zur Frau geben zu wollen, nach Aulis bringen. Die Helden des Trojanischen Krieges waren zumeist herrausragende Persönlichkeiten, die jedoch mit Ausnahme von Achilles keinerlei göttliche Eigenschaften mehr besaßen. Es waren Männer der Tat, die ihren Lebensinhalt im Kampf sahen. In der Ilias, dem berühmten Epos Homers, gelangt Achilles zu Ruhm, indem er sich dem Schicksal stellt, das die Götter und die Vorsehung ihm bestimmt haben Die Heldenmythen dienen hier als Vorbild für die Tugend einer Gesellschaft, in der man dem Krieger besonderen Respekt zollte. Auch der Gemeinschaftsgedanke, die Idee einer Versammlung, in der man gleichberechtigt Entscheidungen traf,spielte hier schon eine gewisse Rolle. Agamemnon, der Anführe der Griechen, konnte den Achilles nicht zurückhalten, als dieser sich aus Zorn über Agamemnos vorherrschende Stellung weigerte, weiter an der Schlacht teilzunehmen. Erst der Tod des Patroklos und der Wunsch, sich an dessen Mörder Hektor zu rächen, brachten Achilles dazu, wieder aufs Schlachtfeld zurückzukehren.Hektor, der berühmte Held von Troja, jener mutige Krieger mit den menschlichen Zügen, war der Feind des Achilles. Ihn hat Homer in einer bewegenden Szene verewigt. Vor dem Zweikampf, in dem er durch die Hand des Achilles den Tod finden sollte, nimmt er auf den Mauern Trojas von seiner Frau und seinem kleinen Sohn Abschied. Am entscheidenen Punkt des Kampfes waren die Helden stets auf sich gestellt und mußten allein ihren Mut beweisen.Auch die Götter, die für die eine oder andere Seite Partei nahmen, konnten nur begrenzt Einfluss auf den Kampfverlauf nehmen und den Ausgang eines Gefechts nicht gänzlich verändern. In dieser hinsicht standen die Helden von Troja dem einfachen Mann näher als ihre Vorfahren, die Halbgötter. Nach dem Tod des Hektor durch Achilles, fand auch wenig später Achilles sein Ende,durch einen von Paris, durch Apollon, gelenkten Pfeil. Da auf beiden Seiten die größten Helden dahingerafft wurden, brach Mutlosigkeit bei den Griechen aus und sie waren fast bereit in die Heimat zurückzufahren, als Odysseus die Idee hatte, den Trojanern ein Geschenk zu machen - das trojanisch Pferd -. Mit Kriegern im Inneren des Pferdes,wude dieses im Glauben der Trojaner an den Sieg, ins Stadtinnere gezogen.In der Nacht stiegen die Krieger aus dem Pferdeinneren heraus, öffneten für die zurückgekehreten Griechen die Tore. Nun stand der Zerstörung Trojas nichts mehr im Wege. Nur wenigen gelang die Flucht.Dem Rat Hektors folgend,dessen Geist ihm im Traum erschienen war,floh Aeneas (er war der Schwiegersohn Priamos und der zweitgrößte Held im Trojanischem Krieg ) mit seinem Vater Anchises und seinem Sohn Ascanius, von den Römern Julus genannt, aus dem brennenden Troja. Der greise Vater starb jedoch bereits auf der Flucht in Sizilien, noch bevor er die neue Heimat erreicht hatte. Von den einheimischen Latinern wurden Aeneas und die seinen feundlich aufgenommen, wo später sein Sohn die Stadt Alba Longa, die Hauptstadt der Latiner, gründete.



" Bis ins zehnte Jahr siegte ich über das Heer der Griechen, gegen den Schicksalsfaden aber hat niemand Macht"
( Epigramm unter einer Statue des Priamos)