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Homer


   

 


Schon im Altertum war nichts Sicheres über den griechischen Dichter Homer(um 700 v. Chr.) bekannt.Er soll als Blinder Rhapsode (umherziehende Sänger im frührn Griechenland) Ilias und Odyssee,zwei Epen um den trojanischen Sagenkreis,gedichtet haben.Weitere epische Dichtungen ,die unter seinem Namen überliefert waren,wurden ihm schon in der Anitke abgesprochen.In der Diskussion der Homerischen Frage(F.A.Wolf,1795) wurde dargelegt,dass die beiden Epen wohl erst zur Zeit des Peisistratos(athenischer Politiker um 600 v.Chr.) von einem Bearbeiter aus eigentlich mündlich überlieferten Einzelgesängen verschiedener Erzähler zusammen gestellt worden sind.

Seitdem werden zwei Hauptrichtungen vertreten; die Unitarier,die eine Dichterpersönlichkeit annehmen, und die Analytiker,die die These Wolfs weiterzuentwickeln suchen.

Die Ilias mit 16.000 Hexameter- Versen behandelt zeitlich gerafft die zehnjährige Belagerung Trojas durch die Griechen.In der Odyssee werden in 12.000 Hexametern die abenteuerlichen Irrfahrten und die Heimkehr von Odysseus nach Ende des trojanischen Krieges geschildert.Troische Sagen bilden den Hintergrund dieser Dichtung,in die auch alte Seefahrergeschichten hineinverschoben sind.Im Altertum gehörte Homer als "Dichter" schlechthin zum allgemeinen Bildungsgut und galt als Begründer der olympischen Götterwelt.Im Mittelalter geriet Homer in der westlichen Kultur in Vergessenheit,bis er in der Renaissance wiederendeckt wurde und die abendländische Dichtkunst bis in die Zeit J.W. Goethes stark beinflusste.